Zink + seine 41 gesundheitlichen Vorteile

Zink hat so viele gesundheitliche Vorteile, dass es fast unmöglich ist, sie alle in einem Beitrag zu behandeln. Dieses Mineral hat starke antioxidative und entzündungshemmende Wirkung; es ist wichtig für die Immunität, die Fortpflanzung, die geistige Gesundheit, die Gesundheit der Haut, die kognitive Funktion und so viel mehr! Lesen Sie weiter, um die beeindruckenden Vorteile von Zink zu erfahren.

Was ist Zink?

Zink ist ein wichtiger Mineralstoff, der in allen Organen, Geweben und Flüssigkeiten des Körpers vorkommt [1].

Als zweithäufigstes Spurenelement im Körper, nach Eisen, spielt es eine zentrale Rolle bei einer Vielzahl von biologischen Abläufen [2, 3].

Zink wird für die katalytische Aktivität von mehr als 300 Enzymen benötigt, die an der Synthese und dem Metabolismus von Kohlenhydraten, Fetten, Proteinen, Nukleinsäuren und anderen Nährstoffen beteiligt sind [4].

Zink spielt auch eine Rolle bei der Stabilisierung von Zell- und Organstrukturen, der Immunfunktion, der Wundheilung, der Zellteilung, dem Wachstum, der Blutgerinnung, der Schilddrüsenfunktion, dem Sehvermögen, dem Geschmack, dem Geruch und vielem mehr [5].

Zink auf dem Speiseplan: Nahrungsquellen und Mangelerscheinungen

Trotz all dieser wichtigen Funktionen wird es nicht im Körper gespeichert und muss regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden [6].

Gute Zinkquellen in der Nahrung sind [7]:

  • Rotes Fleisch
  • Meeresfrüchte
  • Molkereiprodukte
  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkorn

Zink wird jedoch leichter aus Fleisch und tierischen Proteinen aufgenommen. Gemüse sind keine idealen Quellen, da sie Phytat enthalten, eine chemische Verbindung in Pflanzen, die die Aufnahme von Zink verhindert [8].

Aufgrund seiner entscheidenden Rolle für das Immunsystem trägt Zinkmangel erheblich zur globalen Krankheitslast bei und ist damit ein wichtiges Problem für die öffentliche Gesundheit [9, 10].

Zu den Risikogruppen für Zinkmangel gehören [11, 12]:

  • Menschen mit Verdauungsstörungen
  • Vegetarier
  • Schwangere und stillende Frauen
  • Alkoholiker
  • Menschen mit Sichelzellenanämie

Gesundheitliche Vorteile von Zink

Die Vorteile einer optimalen Zinkzufuhr mit der Nahrung sind bei Personen, die keinen Mangel haben, möglicherweise nicht mit den gleichen Vorteilen einer Zinksupplementierung verbunden.

Wirksam bei:

1

Zinkmangel

Eine orale oder intravenöse Zinksupplementierung kann Zinkmangel unterschiedlichen Ursprungs vorbeugen und behandeln. Ein sofortiges Eingreifen ist erforderlich bei 13, 14, 15]:

  • Schwere Diarrhöe
  • Malabsorption
  • Leberzirrhose
  • Alkoholsucht
  • Nierenversagen

Wahrscheinlich Wirksam:

2

Diarrhöe

Viele Studien haben gezeigt, dass die Verabreichung von Zink bei Säuglingen und Kindern in Entwicklungsländern die Dauer, den Schweregrad und die Häufigkeit von akutem und chronischem Durchfall reduziert [16, 17, 18, 19, 20].

3

Wilson-Krankheit

Zink-Supplementierung ist wahrscheinlich wirksam bei der Behandlung der Wilson-Krankheit (auch: Morbus Wilson), einer Erkrankung, bei der sich Kupfer im Gewebe ansammelt. Es blockiert die Kupferabsorption und erhöht die Kupferausscheidung mit dem Stuhl. Zinkacetat ist ein zugelassenes Medikament für Morbus Wilson [21, 22, 23].

Möglicherweise wirksam:

4

Akrodermatitis Enteropathica

Menschen mit Acrodermatitis enteropathica (eine genetische Störung, die die Zinkabsorption beeinträchtigt), leiden unter Hautreizungen, Haarausfall, Durchfall und einer hohen Infektionsrate. Eine Zink-Supplementierung in therapeutischen Dosen führt in der Regel zu einer vollständigen Genesung [24, 25].

5

Herzerkrankungen

Studien haben gezeigt, dass der Zinkspiegel bei Menschen mit Atherosklerose (Arterienverkalkung), Herzerkrankungen, Brustschmerzen und Herzinsuffizienz häufig niedrig ist [26, 27, 28, 29, 30].

Eine Studie fand heraus, dass eine höhere Rate an Herzversagen mit Zinkmangel assoziiert war [29].

Laut einer klinischen Auswertung, sind hohe Dosen von Zink in der Lage, Angina pectoris (Brustschmerzen) bei Patienten mit Atherosklerose zu verhindern und zu behandeln [29].

In einer Meta-Analyse von 24 Studien und 14.515 Teilnehmern reduzierte eine Zinksupplementierung signifikant das Gesamtcholesterin, LDL und die Blutfette. Eine Reduktion dieser Marker kann das Risiko für Herzerkrankungen senken [31, 32].

Wissenschaftler beobachteten bei Ratten und Mäusen das Potenzial der Supplementierung, das Herz vor schlaganfallbedingten Verletzungen zu schützen [27].

6

Insulinresistenz und Diabetes

Zinkionen können an Insulinrezeptoren binden und Insulinsignalwege aktivieren [33, 34, 35].

Indem es Insulin nachahmt, reduziert Zink die übermäßige Insulinsekretion durch Pankreaszellen, was dazu beiträgt, das Pankreasgewebe vor Schäden zu schützen [36, 37].

Aufgrund der essentiellen Rolle von Zink bei der Verarbeitung, Speicherung und Sekretion von Insulin kann ein Mangel zu einer erhöhten Insulinresistenz führen [38, 39].

Studien ergaben, dass prädiabetische und diabetische Patienten mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Zinkmangel aufweisen [39, 40].

Studien bei Frauen berichten, dass eine höhere Zinkzufuhr mit der Nahrung das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes verringern kann [41, 40].

Eine Meta-Analyse von 22 klinischen Studien bestätigte signifikante Vorteile einer Zinksupplementierung für die Blutzuckerkontrolle und die Insulinfunktion [42].

Zink kann auch den Schweregrad der diabetischen Neuropathie (Nervenschmerzen), den oxidativen Stress und die Cholesterin-/Triglyceridwerte bei Typ-2-Diabetikern verringern [43, 44, 42, 45].

7

Gesundheit der Haut: Akne, Warzen, Hautschäden

Zink, sowohl oral eingenommen als auch topisch aufgetragen, kann bei einer Vielzahl von Hauterkrankungen (z. B. Akne, Warzen, Rosazea, Ekzem, Psoriasis, Melasma und Schuppen) helfen [24].

Bei Menschen mit Akne Vulgaris wiesen Testgruppen, die Zink oral einnahmen, eine signifikante Verbesserung der Symptome im Vergleich zu Placebogruppen auf [46, 47, 48, 49].

Klinische Studien bei Patienten mit viralen Warzen führten bei der Mehrheit der mit Zink behandelten (sowohl oral als auch topisch) Personen zu einer vollständigen Beseitigung der Warzen [50, 51, 52].

Zink zeigt eine ähnliche Wirksamkeit bei der Behandlung von Herpes genitalis (Genitalwarzen, die durch Herpes simplex Virus (HSV) 1 und 2 verursacht werden) [53, 54].

Eine Studie bei Menschen mit Rosacea (eine chronisch entzündliche Erkrankung, die durch Rötungen, kleine Blutgefäße und rote Beulen im Gesicht gekennzeichnet ist) zeigte, dass orales Zink die Krankheitssymptome reduzieren konnte [55, 24].

Eine Zink-Supplementierung zeigt eine ähnliche Wirksamkeit bei der Behandlung anderer entzündlicher Hauterkrankungen wie Psoriasis und Ekzemen, wahrscheinlich aufgrund der entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften von Zink. Allerdings sind die Ergebnisse weniger überzeugend [56, 57, 24].

Zink kann auch seborrhoische Dermatitis (Schuppenflechte) behandeln. Studien zeigen, dass zinkhaltige Shampoos die Schuppung und Entzündung deutlich reduzieren können [58].

Zink schützt auch vor Sonnenschäden an der Haut, die zu Hautalterung und Krebs führen können. Eine Studie am Menschen ergab, dass ein zinkhaltiges Sonnenschutzmittel einen besseren Schutz vor ultravioletter (UV-)Strahlung bietet als Titanoxid [59, 60].

8

Depressionen

In einer Meta-Analyse von 17 Studien und 2400 Teilnehmern waren niedrige Blutspiegel von Zink mit schwereren depressiven Symptomen assoziiert [61].

Die Nahrungsaufnahme von Zink war in einer weiteren Meta-Analyse von neun Studien invers mit der Depressionsrate assoziiert [62].

Eine Zinksupplementierung verbesserte in drei Studien mit 118 Patienten signifikant die Wirksamkeit der Standardbehandlung mit Antidepressiva [63, 64, 65].

Bei der Verabreichung an 30 junge Frauen mit Stimmungsschwankungen, reduzierte Zink signifikant Wut und weitere Symptome der Depression [66].

Eine Studie fand heraus, dass eine Zinktherapie die allgemeine Stimmung bei 46 übergewichtigen Probanden verbessern konnte, wahrscheinlich durch die Erhöhung des BDNF Spiegels [67, 68].

9

Appetit und Anorexia Nervosa

Eines der frühesten Anzeichen eines Zinkmangels ist eine Appetitlosigkeit [69].

Klinische Studien bei Patienten mit Anorexia nervosa (AN) zeigen einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Erkrankung und niedrigen Zinkwerten im Blut [70, 71].

Viele Studien mit oraler Zinksupplementierung berichteten über eine Zunahme von Gewichtszunahme, Muskelmasse, Appetit, Geschmacksempfindlichkeit und Nahrungsaufnahme bei AN-Patienten [72, 73, 74, 75, 76, 77].

In einer Studie an Ratten konnte eine Zinksupplementierung die Nahrungsaufnahme schnell stimulieren (durch Erhöhung von  Orexin und  Neuropeptide Y) [78].

10

Immunität und Infektionen

Zink ist essentiell für die normale Entwicklung und Funktion vieler Immunzellen [79].

Aufgrund der kritischen Rolle, die es im Immunsystem spielt, kann selbst ein leichter Mangel die Immunfunktion beeinträchtigen und das Risiko einer bakteriellen, viralen und parasitären Infektion erhöhen [80].

Bei klinischen Beschwerden, die mit Immunschwäche assoziiert werden (z. B. Sichelzellenkrankheit, Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV)) und bei älteren Menschen kann eine Zinksupplementierung die Aktivität der natürlichen Killerzellen, die Lymphozyten Produktion und die Resistenz gegen Infektionen wiederherstellen [81, 82, 83, 84].

Studien bei HIV-Patienten mit niedrigen Zinkspiegeln im Blut zeigen, dass eine chronische Supplementierung mit geringeren opportunistischen Infektionen und einem reduzierten Risiko für immunologisches Versagen verbunden ist [85, 86]. Die Behandlung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da ein Überschuss an Zink die Krankheitssymptome verschlimmern kann [87, 88].

Bei unterernährten Säuglingen und Kindern in Entwicklungsländern reduzierte die Verabreichung von Zink die Dauer, Schwere und Häufigkeit von Durchfall, Atemwegsinfektionen und Malaria [16, 17, 18, 19, 20].

Ähnliche positive Effekte wurden für andere Infektionskrankheiten beim Menschen berichtet, einschließlich Shigellose, Lepra, Tuberkulose, Leishmaniose, Hepatitis C und Erkältung [89, 90, 91].

Andererseits können zu hohe Spiegel die Immunität unterdrücken. Eine Studie an gesunden jungen Männern zeigte, dass hohe Dosen von Zink mehrere Immunfunktionen, einschließlich der Aktivierung von Lymphozyten und der Phagozytose von Neutrophilen, reduzierten[92].

Eine Zink-Supplementierung kann das Immunsystem stärken und Infektionen bekämpfen, aber ihre Wirksamkeit ist möglicherweise auf unterernährte Personen mit Zinkmangel beschränkt.

11

Erkältung

Aufgrund seiner immunstärkenden Eigenschaften gehört Zink zu den beliebtesten Präparaten bei einer Erkältung.

In der Tat zeigen die meisten klinischen Studien und Analysen eine signifikante Verringerung der Dauer der Symptome bei Erwachsenen. Zinkgluconat- oder Zinkacetat-Supplemente mit 9-24 mg elementarem Zink pro Dosis haben die besten Ergebnisse gezeigt, wenn sie innerhalb der ersten 24 Stunden verabreicht werden [93, 94, 95].

Allerdings ist die Forschung weniger überzeugend, wenn es um die Verwendung von Zink zur Erkältungsprävention geht [96, 97].

12

ADHS

Laut einer Studie mit 48 Kindern kann ein niedriger Serumzinkspiegel mit den Symptomen von ADHS assoziiert sein [98].

In einer Studie mit 400 Kindern die an ADHS litten, war eine Zinksupplementierung „signifikant besser als Placebo bei der Reduzierung der Symptome von Hyperaktivität, Impulsivität und beeinträchtigter Sozialisation“ [99].

In Kombination mit der Standardbehandlung reduzierte die Zinksupplementierung die Hyperaktivität und Impulsivität bei 44 Kindern mit ADHS [100].

Zink war besonders wirksam bei übergewichtigen Kindern mit Zinkmangel. Der potenzielle Nutzen für Kinder mit ausreichendem Zinkgehalt ist weniger deutlich [99].

13

Sehkraft

Es wird angenommen, dass die altersbedingte Makuladegeneration, ein großes Problem der Sehkraft bei älteren Menschen, durch oxidativen Stress verursacht wird. Klinische Studien haben ergeben, dass eine Zinksupplementierung das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen kann, möglicherweise durch die Verhinderung oxidativer Schäden an der Netzhaut[101, 102, 103, 104].

Die meisten Studien verwendeten Zink in Kombination mit anderen Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E, was wahrscheinlich zu den Ergebnissen beitrug.

Vorläufige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Zink vor diabetischer Retinopathie schützen kann. Dies liegt an der Fähigkeit von Zink, oxidativen Stress und Entzündungen zu reduzieren (durch Hemmung der NADPH-Oxidase und NF-κB) [105].

Nachtblindheit ist eines der frühesten Symptome von Vitamin-A-Mangel. Eine Studie ergab, dass Zink die Wirkung von  Vitamin A bei der Wiederherstellung der Nachtsicht von schwangeren Frauen mit niedrigem Zinkspiegel verstärken kann [106].

14

Kognitive Fähigkeiten

Eine Zinksupplementierung konnte die kognitive Erholung bei 26 zinkdefizienten Schlaganfallüberlebenden verbessern [107].

Eine Zinksupplementierung führte in einer Studie mit 372 Kindern zu einer Verbesserung der neuropsychologischen Leistungen, insbesondere der Aufmerksamkeit und dem logischen Denken [108].

In Studien mit fast 300 unterernährten Säuglingen und Kleinkindern führte eine Zinksupplementierung zu einer erhöhten Aktivität sowie geistigen und motorischen Entwicklung [109, 110, 111].

Auf der anderen Seite verbesserte eine Einnahme von Zink das Wachstum, aber nicht die Kognition bei 16 Kindern mit Zinkmangel [112].

Die Verabreichung von Zink an Rattenmütter verbesserte das räumliche Lernen und Gedächtnis bei Rattenjungen in einer Tierstudie [113].

Weitere gut konzipierte klinische Studien die Vorteile einer Zinksupplementierung für die kognitive Entwicklung im Säuglings- und Kindesalter untersuchen sind zu empfehlen.

15

Allergien und Asthma

Eine Studie zeigte, dass eine Zinksupplementierung die Symptome (z. B. Husten, Keuchen und Kurzatmigkeit) bei 284 Kindern mit Asthma verbesserte [114].

Niedrige Zinkspiegel im Blut können bei einigen Kindern mit schwereren Asthmasymptomen in Verbindung gebracht werden [115].

Zink war auch in der Lage, die Entzündung der Atemwege und die Hypersenibilität in Versuchen an Mäusen für allergische Entzündungen und Asthma zu reduzieren [116, 117, 118].

Als Reaktion auf Gräserpollen erhöhte Zink die regulatorischen T-Zellen und verringerte die Proliferation in peripheren mononukleären Blutzellen (PBMCs), die von allergischen Probanden isoliert wurden [119].

Weitere Forschung ist notwendig, bevor man Zink zu einem sicheren und wirksamen Mittel bei Asthma und Allergien erklärt.

16

Wundheilung

Zinkmangel wird bei einigen Patienten mit einer verzögerten Wundheilung in Verbindung gebracht [120].

Klebeband mit Zink verbesserte die Heilung von Hautgeschwüren in einer Studie mit 44 Diabetikern [121].

Zwei Studien mit 58 Teilnehmern zeigen, dass die Gabe von Zink (oral oder intravenös) den Heilungsprozess nach Operationen oder Verbrennungen beschleunigen kann [122, 123].

Bei topischer Anwendung verbesserte Zinkoxid die Wundheilung in TIerversuchen an Ratten und Schweinen [124, 125].

17

Knochengesundheit

Eine pränatale Zinksupplementierung bei 240 schwangeren Frauen aus einer armen Region, konnte die die Knochenentwicklung bei ihren Babys signifikant verbessern [126].

Bei 32 Jugendlichen mit Thalassämie (Blutkrankheit) und 147 Mädchen verbesserte eine Zinksupplementierung die Knochendichte [127, 128].

Eine andere Studie zeigte, dass eine Zinksupplementierung die Knochenbildungsmarker (d. h. ALP, BAPE und BAP-M) bei gesunden Männern erhöhte  [129].

Bei Labortieren und im Reagenzglas war Zink in der Lage, die Knochendichte und -festigkeit zu erhöhen, indem es die Knochenbildung förderte und den Knochenverlust verhinderte [130, 131, 132, 133].

18

Haarausfall

In einer klinischen Studie mit 200 kahlen Männern konnte topisches Zink das Haarwachstum verbessern. Weitere Untersuchungen deuten darauf hin, dass die antimikrobiellen, entzündungshemmenden und antioxidativen Effekte von Zink auf der Kopfhaut möglicherweise an der Erhöhung der Haardichte beteiligt sind [134, 135, 136, 137, 138].

Eine andere Studie bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom (PCOS) zeigte, dass eine Zinksupplementierung positive Auswirkungen auf eine Reihe von Symptomen hatte, einschließlich Alopezie (Haarausfall) [139].

Die Behandlung mit Zink kehrte auch den Haarausfall bei Patienten um, die sich einer vertikalen Gastroplastie (Magenklammerung) unterzogen, einer chirurgischen Operation, die zu Zinkmangel führen kann [140].

19

Nierenerkrankung und Hämodialyse

Die Wiederherstellung des Zinkspiegels bei chronisch nierenkranken Hämodialyse-Patienten kann die gesamte Nierenfunktion verbessern und viele mit der Krankheit verbundene Komplikationen reduzieren (z. B. Herzerkrankungen, Anämie, Infektionen und sexuelle Funktionsstörungen) [141, 142, 143].

Die Effekte werden wahrscheinlich durch die Reduzierung von Entzündungen, oxidativem Stress und Cholesterin sowie durch die Verbesserung von Hämoglobin, Sexualhormonen (d. h. Testosteron und LH) und der Immunfunktion [144, 145, 146].

20

In der Schwangerschaft

Niedrige Zinkwerte im Blut werden mit Schwangerschaftskomplikationen in Verbindung gebracht (z. B. Spontanabort, Präeklampsie, verlängerte Schwangerschaft, Frühgeburt und abnorme fetale Entwicklung) [147, 148, 149].

Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Zink durch die Mutter (bei Frauen die untergewichtig sind oder an Zinkmangel leiden) das Risiko einer Frühgeburt verringern und vor fetalen Schäden durch Alkoholexposition schützen kann [150, 148].

Eine Studie mit indische Müttern ergab, das eine zusätzliche Zinkzufuhr, die Schwangerschaftszeiten verlängerte und die Babys ein gesünderen Gewichten bei der Geburt hatten [151].

Eine andere Studie an schwangeren Frauen (mit niedrigen Zinkwerten im Blut) ergab, dass eine Zinksupplementierung (25 mg/Tag) in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft das Geburtsgewicht und den Kopfumfang des Kindes signifikant erhöhte [152].

Es wird angenommen, dass diese vorteilhaften Effekte auf seine Fähigkeit zurückzuführen sind, den embryonalen Zelltod zu hemmen, Wachstumsfaktoren (z. B.  IGF, PDGF und FGF) zu erhöhen und oxidative Schäden zu reduzieren, was alles zur Förderung einer gesunden fötalen Entwicklung beiträgt [147, 153, 154].

Die meisten Studien schlossen Mütter ein die an Unterernährung und/ oder einem Zinkmangel litten. Es ist nicht klar, ob eine Zinksupplementierung bei Müttern mit normalem Zinkspiegel die gleichen Vorteile bieten würde.

21

Wachstumsstörungen

In einer Reihe von Studien führte eine Zinksupplementierung zu signifikanten positiven Effekten sowohl auf die Größe als auch auf das Gewicht von Kindern, insbesondere bei untergewichtigen, mangelernährten Kindern, die an Kleinwuchs litten [155, 156, 157].

Eine Dosis von 10 mg Zink täglich, über einen Zeitraum von 24 Wochen eingenommen, steigerte das Nettowachstum um 0,37 cm (in der Höhe), verglichen mit Kindern, die mit Placebo behandelt wurden [156].

Mütterliche und kindliche Zinksupplementierung erhöhte Gewicht und Muskelmasse in zwei Studien in Entwicklungsländern [158, 159].

22

Frauengesundheit

Zinkmangel wird mit hormonellen Störungen in Verbindung gebracht, die zu Problemen der Eierstockfunktion, Menstruationsunregelmäßigkeiten und Unfruchtbarkeit führen können [149].

In mehreren Studien konnte festgestellt werden, dass die orale Verabreichung von Zink (in Kombination mit Mefenaminsäure und allein) die Schwere und Dauer von Menstruationsschmerzen bei Frauen reduzieren konnte [160, 161, 162].

Eine Zinksupplementierung bei Frauen mit PCOS, kann laut einer klinischen Studie, den Insulinspiegel senken und die Krankheitssymptome (z. B. Körperhaarwuchs und Glatzenbildung) mindern [163, 139].

Frauen mit Endometriose (eine Erkrankung, bei der das Gewebe innerhalb der Gebärmutter außerhalb der Gebärmutter wächst) weisen niedrige Zinkspiegel im Blut auf [164].

In einer Studie wurde berichtet, dass die Einnahme von Antioxidantien (d. h. Vitamin C, Vitamin E, Selen und Zink) umgekehrt mit dem Schweregrad des Fortschreitens der Endometriose bei Frauen korreliert war, was darauf hindeutet, dass Zink die Entwicklung dieser Erkrankung verlangsamen kann [164].

23

Schutz der Leber

Bei 60 Patienten mit nicht alkoholbedingten Leberzirrhosen verbesserte die zusätzliche Gabe von Zink die Leberfunktion und verhinderte eine übermäßige Kupferanreicherung, die die Leber schädigen kann [165].

Bei 30 Patienten mit alkoholischer Leberzirrhose konnte es die Leberfunktion, basierend auf der alkalischen Phosphatase und dem Bilirubinspiegel, verbessern  [166].

In einem Tierversuch konnte eine Zinksupplementierung bei alkoholischer Lebererkrankung (ALD) die Leber schützen, indem sie die meisten Mechanismen der Leberschädigung (d.h. Darmleckage, Endotoxämie, oxidativer Stress, überschüssige entzündliche Zytokinproduktion und Leberzelltod) blockierte [167, 168, 169, 170].

Zink verbesserte das Ergebnis von 62 Patienten mit Hepatitis C, die unbehandelt zu Lebervernarbung führen kann [171, 172].

24

Störungen des Hörvermögens

Menschen mit Tinnitus (Ohrgeräuschen) haben einen niedrigeren Zinkspiegel  [173, 174].

In einer Studie mit 41 Teilnehmern konnte die Einnahme von 50 mg Zink am Tag, über einen Zeitraum von zwei Monaten, den Schweregrad des Tinnitus bei 82 % der Patienten reduzieren [173].

In einer anderen Studie war die Zugabe von Zink zu oralem Corticosteron bei 66 Personen mit einem Hörsturz (aus unbekannten Gründen) mit einer größeren Verbesserung der Symptome verbunden im Vergleich zu Corticosteron allein [175].

Otitis media (OM) ist eine Infektion des Mittelohrs. Die Auswirkungen einer Zinksupplementierung auf OM sind uneinheitlich; der Nutzen ist möglicherweise auf unterernährte Kinder mit Zinkmangel beschränkt [176].

Zinkmangel wird bei Mäusen und Ratten mit einem verminderten Hörvermögen in Verbindung gebracht, das durch eine Zinksupplementierung verbessert werden kann. Dies ist wahrscheinlich eine Folge der schützenden Wirkung von Zink gegen Toxine in den Ohrstrukturen [177, 178, 179, 180, 181].

25

Orale Gesundheit

Zinkmangel kann zu übermäßiger Plaquebildung führen und den Entzündungsprozess bei Zahnfleischerkrankungen (durch erhöhte Produktion von IL-1) verschlimmern [182, 183].

Mundspülungen auf Zinkbasis erwiesen sich als wirksam bei der Reduzierung des Plaquewachstums [183].

In ähnlicher Weise ergab eine Studie an Kindern aus einkommensschwachen Gegenden, dass eine tägliche Aufnahme von 15 mg Zink über zehn Wochen mit einer verringerten Plaquebildung auf den Zähnen verbunden war [184].

Zinkhaltige Zahnpasta, Mundspülungen und Kaugummis können auch bei Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Mundgeruch helfen [185, 186, 187].

26

Körpergeruch

Bromhidrose (Körpergeruch) ist in der Regel mit einer erhöhten Bakterienflora in der Achselregion verbunden, die hauptsächlich aus Staphylococcus– und Corynebacterium-Spezies besteht [188].

Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung hat topisches Zink in klinischen Studien Wirksamkeit bei der Reduzierung von Achsel- und Fußgeruch gezeigt [189, 24].

Unzureichende Beweise:

Es gibt keine stichhaltigen klinischen Beweise für die Verwendung von Zinkpräparaten bei einer der in diesem Abschnitt genannten Erkrankungen. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung aktueller Tierstudien, zellbasierter Forschung oder klinischer Studien von geringer Qualität, die zu weiteren Untersuchungen anregen sollten. Sie sollten jedoch nicht als Beweis für einen gesundheitlichen Nutzen interpretiert werden.

27

Alzheimer

Bei 30 Alzheimer-Patienten schützte eine Zinksupplementierung vor dem kognitiven Abbau, indem sie die Kupferwerte im Blut senkte und den Zink-Ernährungsstatus verbesserte. Nach Ansicht der Autoren könnte Kupfertoxizität eine Rolle bei der Entstehung von Alzheimer spielen [190, 191].

In verschiedenen Tierstudien war Zink in moderaten Konzentrationen neuroprotektiv und half, die Lern- und Gedächtnisfunktion zu erhalten [192, 113, 193, 194, 195, 196].

In einem Tierversuch an Mäusen, reduzierte eine Zinksupplementierung pathologische Faktoren der Alzheimer-Krankheit , die mit dem Fortschreiten der Krankheit assoziiert sind (d.h. die β-Amyloid- und Tau-Protein-Last). Es verbesserte auch die mitochondriale Funktion und den Gehalt an Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF) im Hippocampus [192].

28

Männliche Fruchtbarkeit

Die Zinkkonzentration im Sperma war in verschiedenen klinischen Studien positiv mit der Spermienzahl, -motilität und -lebensfähigkeit korreliert [197, 198, 199].

Dies liegt wahrscheinlich an der Rolle von Zink bei der Stabilisierung der Zellmembranen und der DNA (durch Verringerung oxidativer Schäden) von Spermien und der Förderung der Spermatogenese (Bildung neuer Spermien) [200, 201, 202].

Bei unfruchtbaren Männern (mit niedrigem Testosteronspiegel im Blut) führte die zusätzliche Gabe von Zink zu einem Anstieg der Spermienzahl, des Testosterons, des Dihydrotestosterons (DHT) und der Fruchtbarkeit [203].

Niedrige bis moderate Dosen (12 – 120 mg/kg) der Zinkzufuhr schienen die reproduktive Funktion bei Ratten zu verbessern [204].

Zink ist in der Prostata und den Hoden hoch konzentriert und ist an der Synthese von Testosteron beteiligt [205, 206].

Bei Ratten war Zink in der Lage, die Hodenfunktion (gemessen an Hodengewicht, Spermienkonzentration und Testosteronspiegel) als Reaktion auf oxidativen Stress, der durch Zigarettenrauch induziert wurde, zu erhalten [207].

29

Müdigkeit

Eine Studie fand heraus, dass der Zinkspiegel im Blut bei Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) signifikant niedriger war und dass die Schwere der Symptome negativ mit dem Zinkspiegel im Blut korreliert war. Die Studie kam zu dem Schluss, dass Zink aufgrund seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften bei der Abschwächung der CFS-Symptome wirksam sein könnte [208].

Darmentzündungen (verursacht durch einen undichten Darm) sind bei Menschen mit CFS häufig [209].

Eine Studie fand heraus, dass die Behandlung eines undichten Darms mit einer Mischung aus entzündungshemmenden und antioxidativen Substanzen einschließlich Zink bei CFS-Patienten zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome führte [210].

30

Blutgerinnung

Laborstudien zeigen, dass Zink an der Regulierung von prothrombotischen (gerinnungsbildenden) und anti-thrombotischen (gerinnungshemmenden) Faktoren beteiligt ist, die von Thrombozyten und dem Blutgefäßlumen stammen [211, 212].

Eine Hyperzinkämie (hoher Zinkgehalt im Blut) kann zur Blutgerinnung führen, während eine Hypozinkämie (niedriger Zinkgehalt im Blut) zu einer verlängerten Blutgerinnungszeit führt. Beide Zustände verursachen Beeinträchtigungen der Thrombozytenaggregation und abnorme Blutungen [212].

Eine Studie zeigte, dass die Wiederherstellung des Zinkspiegels bei Männern mit Zinkmangel zu einer Normalisierung der Thrombozytenaggregation und der Blutgerinnungszeit führte [213].

31 & 32

Zwangsstörungen und Schizophrenie

Eine Studie an Patienten mit Zwangsstörungen zeigte, dass die Zugabe von Zink zur Fluoxetin-Therapie die Symptome reduzieren konnte [214].

Seine Fähigkeit, die Glutamatfreisetzung und -übertragung zu unterdrücken, könnte zu dieser Verbesserung beigetragen haben [215, 216].

Eine Studie an schizophrenen Männern ergab, dass Zink in Kombination mit Risperidon viele mit der Störung assoziierte Symptome (z. B. Aggression, Halluzinationen und Wahnvorstellungen) verbesserte. Dieser Effekt wird zum Teil auf seine antioxidativen und antidepressiven Eigenschaften zurückgeführt [217].

Die verfügbaren Beweise für die Wirkung einer Zinksupplementierung bei Zwangsneurose und Schizophrenie ist alles andere als schlüssig.

33

Verdauungsstörungen

Zinkmangel hat schädliche Auswirkungen auf die Darmschleimhaut in Tiermodellen und beim Menschen bei einer Vielzahl von gastrointestinalen Erkrankungen (z. B. entzündliche Darmerkrankungen, Durchfall, Krebs, Alkoholtoxizität und Kolitis). In den meisten Fällen kann eine Zinksupplementierung eine Verbesserung bewirken [218].

An Ratten und Mäusen testeten Wissenschaftler die Fähigkeit von Zink, die Darmschleimhaut zu stabilisieren und Verletzungen zu reduzieren, indem es die Reparaturprozesse im Darm fördert [219].

Zink schützte auch die Darmschleimhaut vor alkoholinduzierten Schäden bei Ratten und Mäusen. Es kann die Durchlässigkeit des Darms verhindern, was das Risiko der Entwicklung einer entzündlichen Darmerkrankung verringern kann [220, 221, 222, 223, 224, 225].

Eine Studie an Patienten mit Dyspepsie (Verdauungsstörungen) ergab, dass die Entzündung bei H.pylori-induziertem Magenkrebs negativ mit der Zinkkonzentration korreliert war [226, 227].

34

Krampanfälle

Mehrere Studien berichteten über einen deutlichen Abfall des Zinkspiegels im Blut von Patienten mit intraktiler Epilepsie [228, 229, 230].

In einer Studie konnte die Zinktherapie die Anfallshäufigkeit bei 31 % der behandelten Kinder signifikant reduzieren [231].

Wissenschaftler untersuchten das Potenzial einer Zinksupplementierung zur Verringerung der Anfallshäufigkeit bei Ratten [232].

35

Schilddrüsenfunktion

Bei Labortieren und im Reagenzglas wurde Zinkmangel mit einer Abnahme der Schilddrüsenfunktion (aufgrund niedriger Spiegel von Trijodthyronin (T3) und freiem Thyroxin (FT4)) in Verbindung gebracht [233, 234].

Bei 134 hypothyreoten Patienten mit Behinderung, unter antikonvulsiver Therapie (mit leichtem bis moderatem Zinkmangel), konnte eine Zinksupplementierung den Schilddrüsenhormonspiegel im Blut (d.h. T3 und FT3) normalisieren und die Schilddrüsenfunktion wiederherstellen [235].

Eine Studie an 25 Kindern mit Down-Syndrom deutet auf ähnliche Effekte einer Zinksupplementierung hin

Eine Zinksupplementierung sollte auch die schädlichen Auswirkungen der von Computermonitoren ausgehenden Strahlung auf den Schilddrüsenhormonspiegel von Menschen, die viel am Computerbildschirm arbeiten, umkehren [236].

Weitere Forschung ist erforderlich, um die Auswirkungen einer Zinksupplementierung auf die Schilddrüsenfunktion in einer allgemeinen Bevölkerung zu bestimmen.

36

Nebenwirkungen einer Chemotherapie

Mukositis (Geschwürbildung an den Schleimhäuten) ist eine häufige Nebenwirkung von Chemo- und Strahlentherapie [237].

Studien an Patienten, die sich einer Chemo- und Strahlentherapie unterzogen, zeigten, dass eine Zinksupplementierung den Schweregrad der oralen Mukositis reduzieren konnte [238, 239].

Dysgeusie (Geschmacksstörung) und Dysosmie (Geruchsstörung) können ebenfalls während einer Chemotherapie auftreten [240].

In einer Studie wurde festgestellt, dass eine tägliche Einnahme von 100 mg Zink über 4-6 Monate die Dysgeusie- und Dysosmie-Symptome bei Patienten mit Kohlensäureanhydrase VI (Gustin)-Mangel verbesserte [241].

Zink kann die Produktion von Kohlensäureanhydrase VI stimulieren, einem Enzym im Speichel, das am Wachstum der Geschmacksknospen beteiligt ist [242].

37

Entwicklungsstörungen

In einer Studie mit 79 autistischen Kindern verringerte sich der Schweregrad der Symptome (d.h. Aufmerksamkeit, Hyperaktivität, rezeptive Sprache, Fokus und Aufmerksamkeit, Augenkontakt, Geräuschempfindlichkeit, taktile Empfindlichkeit und Krampfanfälle) nach einer Zink- und Vitamin B6-Therapie. Die Kinder hatten hohe Kupferwerte, die sich nach der Supplementierung reduzierten [243].

Das Fehlen einer Placebo-Kontrolle macht die Ergebnisse dieser Studie fragwürdig.

Eine pränatale Zinkbehandlung verhinderte autismusähnliche Verhaltensweisen (z.B. induzierte soziale Defizite, repetitives Verhalten und kognitive Inflexibilität) bei Ratten, was auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Unterversorung und der Entwicklung von Autismus hinweist [244, 245].

In einer Tierstudie an erwachsenen Mäusen, beobachteten Wissenschaftler das Potenzial einer Zinksupplementierung die Entwicklung von autismusbedingtem Verhalten zu verhindern [246].

Die verfügbaren Beweise sind bei weitem nicht schlüssig und sprechen nicht für die Verwendung von Zinksupplementen bei Entwicklungsstörungen. Weiterführende Forschungen sollten den Zusammenhang zwischen Zink- und Kupferstatus, Zinksupplementierung und ASD untersuchen.

38

Metablolisches Syndrom

Das metabolische Syndrom ist ein Zusammenspiel von verschiedenen Beschwerden (z. B. Fettleibigkeit, Insulinresistenz, Bluthochdruck und hoher Cholesterinspiegel), die das Risiko für Herzerkrankungen und Typ-2-Diabetes erhöhen können [247].

Eine Studie an 60 Kindern mit metabolischem Syndrom ergab, dass eine Zinksupplementierung die Insulinresistenz, den oxidativen Stress, die Entzündung, den Blutzucker, das Cholesterin und den Body-Mass-Index verringerte [248].

Die Ergebnisse rechtfertigen weitere Untersuchungen.

39

Schlafqualität

Wie einige Forscher berichten, haben Frauen und Kinder mit höheren Zinkkonzentrationen im Blut eine bessere Schlafqualität [249, 250].

Zwei Studien an Säuglingen zeigten, dass eine Zinksupplementierung die Schlafdauer verlängern konnte. Doch ⅓ der Kinder wiesen ein verkümmertes Wachstum auf und waren wahrscheinlich zinkarm [251].

Weitere Forschung sollte die Beziehung zwischen Zinkstatus und Schlafqualität bestimmen.

40

Opiatabhängigkeit

Opioidkonsumenten weisen niedrigere Zinkwerte auf [252, 253, 254, 255].

Tierversuche an Mäusen und Ratten ergaben, dass Zink die Intensität der Abhängigkeit von Morphin (einem Opiat) reduziert, während Zink-Chelatoren die Entzugssymptome verstärken [256, 257, 258].

Basierend auf diesen Ergebnissen schlug ein Artikel in der Literaturübersicht vor, dass eine Zinksupplementierung das Risiko einer Abhängigkeit bei Menschen, die Opiate gegen chronische Schmerzen einnehmen, aufgrund der schmerzlindernden Wirkung von Zink und der geringen Toxizität verringern könnte. Klinische Studien sind erforderlich, um dies zu bestätigen [258].

41

Körperliche Leistung

Eine Studie mit 10 Ringern ergab, dass hartes Training die Schilddrüsenhormone und den Testosteronspiegel deutlich senken kann, was zu Erschöpfung führen kann. Allerdings war eine ergänzende Zinkzufuhr in der Lage, diesen Abbau zu vermeiden, wovon die sportliche Leistung profitierte [259].

Es lassen sich keine verlässlichen Schlüsse aus einer einzigen kleinangelegten Studie ziehen.

Tierische und zelluläre Forschung (fehlende Evidenz)

Es gibt keine klinischen Beweise, die die Verwendung von Zinkpräparaten für eine der in diesem Abschnitt aufgeführten Erkrankungen belegen. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der vorhandenen tier- und zellbasierten Forschung, die als Grundlage für weitere Untersuchungen dienen sollte. Die unten aufgeführten Studien sollten jedoch nicht als Nachweis für einen gesundheitlichen Nutzen interpretiert werden.

In Tierversuchen und Untersuchungen im Labor in Reagenzgläsern haben Forscher die potenziellen Vorteile einer Zinksupplementierung und den optimalen Zinkspiegel für untersucht:

Als ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter einer großen deutschen Universität und mit Promotion zum Dr. rer. Nat in molekularer Biologie schreibe ich fundiert argumentierte Texte zu wissenschaftlichen Themen. Mein Schwerpunkt hierbei ist das Thema Supplements. Im Internet gibt es hierzu viele unsinnige Informationen. Oft steht der Verkauf im Vordergrund und nicht die Aufklärung über Wirkung, Dosierung und richtige Anwendung des vorgestellten Nahrungsergänzungsmittels. Oder die Möglichkeiten werden nur zurückhaltend beschrieben. Mein Ziel ist es, gründlich recherchierte Fakten anzubieten, die dennoch verständlich bleiben. Meine Profile: ORCID & LinkedIn

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